[Externer Link] Webseite - Autonome Provinz Bozen - Südtirol

Alm- und Bergwirtschaft

Dekorative Grafik

In Südtirol gibt es ca. 1.700 Almen. Gut zwei Drittel davon sind im Privatbesitz, 20 % sind Interessentschaftsalmen oder Almen im Miteigentum. Weitere 8 % sind im Eigentum einer Gemeinde oder einer Eigenverwaltung B.N.R. und ein kleiner Anteil entfällt auf die Forstdomäne, Kirche oder andere.

Im vergangenen Jahr waren 1.522 Südtiroler Almen mit Weidetieren bestoßen. Auf den sehr zahlreichen kleineren Almen mit bis zu 20 Großvieheinheiten werden insgesamt nur ca. 18 % des landesweit gealpten Viehbestandes gesömmert. Die größten Almen in Südtirol bieten Weide für mehrere hundert Großvieheinheiten (GVE). Auf 22 Almen in Südtirol wurden im Vorjahr mehr als 200 GVE aufgetrieben (Stichdatum 31.07.2025).

Im Jahr 2025 wurden 65 Südtiroler Almen mit Milchverarbeitung vom Sennereiverband betreut. Die meisten Milchviehalmen befinden sich im Vinschgau und in den Pfunderer Bergen. Die Anzahl der gemolkenen Kühe bleibt seit rund 20 Jahren konstant bei ca. 2.300. Außerdem werden mittlerweile rund 400 Milchziegen aufgetrieben und gemolken. Aus den 2,5 Millionen Liter Milch werden ca. 250 Tonnen Almprodukte gewonnen. Auf der größten Südtiroler Milchviehalm, der Mitteralm in Taufers im Münstertal, wurden im Vorjahr 94 Kühe gesömmert. Auf rund 30 % der Südtiroler Almen (454 Almen) wurden Schafe oder Ziegen gealpt, in den meisten Fällen werden kleinere Schaf- und Ziegenherden aufgetrieben. Landesweit gab es im Vorjahr 105 Almbetriebe mit mehr als 15 aufgetriebenen Großvieheinheiten an Schafen und Ziegen.

Herdenschutz

Beim Schutz des Almviehs vor dem Großraubwild stehen viele Almbetreiber vor schier unlösbaren Aufgaben. Die Liste der Probleme in diesem Zusammenhang ist lang: Vielfach fehlt es an Hirten samt Hütehunden, und auch die für Schafhirten notwendigen Hirtenunterkünfte sind mancherorts in schlechtem Zustand oder fehlen ganz. Zudem müssten langjährige Praktiken aufgegeben werden, und der Sorge um die Tiergesundheit kommt eine neue und schlagende Rolle zu. Schließlich ist ein geführter Weidegang von Kleinviehherden auf sehr vielen Almen in Südtirol nur schwer oder gar nicht umsetzbar. Auf landesweit drei Almen kamen im Sommer 2025 Herdenschutzhunde zum Einsatz.

Im Jahr 2025 wurden 11 neue Beitragsgesuche für die Errichtung von Herdenschutzzäunen auf Almen eingereicht. Der Standardpreis für den Ankauf, den Transport und die Errichtung des Herdenschutzzaunes wurde auf 8,00 Euro pro Laufmeter belassen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

NEWS - ABO

Erhalten Sie die neuesten Nachrichten in Ihrem Posteingang

Abonnieren

Letzte Aktualisierung: Heute