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Südtirols Wald

Dekorative Grafik

Südtirol ist ein ausgeprägt gebirgiges Land; dies zeigt sich daran, dass 40 % der Landesfläche über 2.000 m ü. d. M. liegen. In Übereinstimmung mit dem Forstgesetz, das Böden und Grundstücke jeglicher Art und Zweckbestimmung schützt, unterliegen über 90 % der Landesfläche einer forstlich-hydro-geologischen Nutzungsbeschränkung.

Laut den offiziellen Ergebnissen der dritten landesweiten Forstinventur (INFC 2015 – Inventario Nazionale delle Foreste e dei serbatoi forestali di Carbonio) stocken in Südtirol 339.270 Hektar Wald und 36.081 Hektar „andere bewaldete Flächen“.

In der Nationale Forstinventur wird als Wald jede mit Bäumen bestockte Fläche eingestuft, die größer als 5.000 m², breiter als 20 m, höher als 5 m und einen Überschirmungsgrad von über 10 % aufweist. Dem Wald werden auch jene temporären Freiflächen zugerechnet, die beispielsweise durch forstliche Nutzungen oder Naturereignisse entstanden sind und bei denen eine Wiederbewaldung entweder durch natürliche Verjüngung oder durch Aufforstung erfolgt. Andere bewaldete Flächen sind mit Bäumen bestockte Flächen, die größer als 5.000 m² und breiter als 20 m sind, deren Vegetation im Durchschnitt zwischen 2 und 5 m hoch ist und einen Überschirmungsgrad von mehr als 10 % aufweist (z. B. hochgelegene Strauchformationen wie Latschenfelder), oder alternativ Flächen mit Bäumen über 5 m Höhe und einem Überschirmungsgrad zwischen 5 % und 10 % (die sogenannten „lichten Wälder“).

Schutzwald

In einem Berggebiet wie Südtirol ist die Schutzfunktion des Waldes für jegliche menschliche Tätigkeit von grundlegender Bedeutung. Mit Bezug auf die Wirkungen des Waldes gegen Sturzprozesse, Lawinen und Wildbachprozesse, sind 58 % von Südtirols Waldbeständen (rund 197.000 ha) als Wald mit direkter Schutzfunktion – Standortsschutzwald, einzustufen. Bezieht man die Schutzwirkung des Waldes auf jene Waldbestände, welche Siedlungen, Verkehrswege und sonstige Infrastrukturen direkt vor den Naturgefahrprozessen wie Sturz (Steinschlag), Lawine oder Murgang schützen, sind 24 % der Südtiroler Waldfläche als Objektschutzwald einzustufen.

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