Gemüsebau
Die Gemüseanbaufläche in Südtirol beläuft sich auf 1.455 ha. Dabei entfallen allein auf den Speisekartoffelanbau ca. 550 ha. Kartoffeln stellen in Südtirol ein wichtiges Nischenprodukt dar, vor allem ist der Saatkartoffelanbau im Pustertal von großer wirtschaftlicher Bedeutung.
Weitere Hauptkulturen sind Blumenkohl, Spargel, Rote Rübe, Radicchio und Kopfkohl. Für die meisten Betriebe stellt der Gemüseanbau eine alternative Zuerwerbsmöglichkeit dar. In der Direktvermarktung ist der geschützte Anbau für Tomaten, Gurken, Paprika, Aubergine und andere wärmeliebende Gemüsekulturen bedeutsam.
Anbauflächen und Erntemengen von Gemüse im Jahr 2025, welche von den wichtigsten Genossenschaften des Landes vermarktet werden:
Im Pustertal war die Witterung für die Kulturen etwas durchwachsen, ein relativ warmer April, ein kühler Mai, ein sehr heißer Juni, ein kühler Juli und anfangs August eine heiße Woche. Die Pflanzung konnte im April und Mai durchgeführt werden. Die anfänglichen warmen Temperaturen ließen ein schnelles Pflanzenwachstum zu, was sich auch in hohen Erträgen bemerkbar machte. Durch die außergewöhnlichen Niederschlagsereignisse im Mai und Juni (in wenigen Tagen bis zu 100 mm Regen) war auch die Wasserversorgung gewährleistet. Die Qualität lag im Durchschnitt der letzten Jahre.
Im Vinschgau wurde 2025 eine Gesamtmenge an Gemüse von über 3.656 Tonnen geerntet. Die gesamte Anbaufläche beläuft sich auf 109,5 ha, davon fallen allein auf den Blumenkohl 91 ha mit einer Erntemenge von 3.167 Tonnen. Die größte Herausforderung für sämtliche Sommerkulturen war 2025 der überdurchschnittlich kalte Juli, der das Wachstum stark gebremst, die Ernte verzögert hat und somit negative Auswirkungen auf den Verkauf hatte. Nach Liefer-Engpässen kam der Produktstau, was entsprechende Konsequenzen in der Einlagerung und auf die Preisgestaltung hatte.
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