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Forstbetrieb

Dekorative Grafik

Der Forstbetrieb der Agentur Landesdomäne verwaltet über 75.000 Hektar Fläche im alpinen Bereich, darunter rund 5.095 Hektar Waldfläche in Landesbesitz. Mit der Überwachung und Bewirtschaftung der Waldflächen sind vier forstliche Aufsichtsstellen (FAS) betraut.

Waldbewirtschaftung geht langsam in Richtung Normalität

Der Holzeinschlag lag mit rund 14.500 Festmetern etwas über dem Jahreshiebsatz. Die Waldbewirtschaftung beginnt sich nach den Schadereignissen der letzten Jahre langsam zu normalisieren. Neben den Endnutzungen wurden auf etwa 6 Hektar Pflegemaßnahmen durchgeführt. Auf einer Fläche von 5 Hektar erfolgten aktive Maßnahmen zur Erneuerung des Waldes, wie Aufforstung oder Verbissschutz. Der Anteil an Schadholz am Gesamteinschlag ist mit 68 % dennoch hoch, bedingt vor allem durch Borkenkäferbefall. Rund 90 % des Käfer- und Windwurfholzes aller Domanialwälder landesweit konnten innerhalb desselben Jahres aufgearbeitet und damit vorbeugend gegen weiteren Borken-käferbefall aus dem Wald gebracht werden.

Die Landeswälder in Welschnofen sind nach wie vor am stärksten von Schadereignissen betroffen: Im Jahr 2025 wurden dort 7.000 m³ Käferholz geerntet. Die Holzernte erfolgte ausschließlich durch eigene Forstarbeiter und mit eigenen Maschinen. Ein Teil des geernteten Sägerundholzes wurde über Versteigerungen zu  zufriedenstellenden Preisen verkauft.

Der Einschnitt im Landessägewerk Latemar betrug 6.200 Festmeter, woraus 3.800 m³ Bretterware produziert wurden.

Naturschutz

In den Landeswäldern befinden sich auch mehrere Naturschutzflächen. Im Jahr 2025 wurde im geschützten Biotop Palwetschmoos in Welschnofen auf einer Fläche von 3 Hektar eine umfassende Pflegemaßnahme durchgeführt, um die Wiederbewaldung des wertvollen Kalkflachmoores zu verhindern. Mit mehreren Seilkranlinien wurden alle hochstämmigen Nadelbäume – mit Ausnahme einiger markanter, landschaftlich und ökologisch wertvoller Kiefern – samt Nadelmasse schonend entfernt.

Wildmonitoring und andere Aufgaben

Zu den vielfältigen Aufgaben der Förster der Agentur Landesdomäne gehört das Monitoring von Murmeltieren, Schalenwild, Hühnervögeln sowie Großraubwild. Um Schäden an der Waldverjüngung zu vermeiden, hat das eigene forstliche Aufsichtspersonal in einigen Gebieten Abschüsse von Schalenwild, insbesondere von weiblichem Rotwild, durchgeführt. Die Gämse oberhalb des Waldareals werden derzeit hingegen geschont, da ihre Bestände durch die Räude bereits reduziert wurden. Die hochgebirgsdominierten Flächen außerhalb der Domänenwälder sind als Jagdreviere in Konzession vergeben, sodass den Förstern dort lediglich die Aufsicht und Kontrolle der Konzessionen obliegt.

Forstgarten Aicha

Der Forstgarten Aicha ist bestrebt, heimische Wildgehölze anzubieten. Damit soll das Kulturgut der "Heckenlandschaft" gefördert und ein Beitrag zum Landschafts- und Naturschutz in Südtirol geleistet werden. Im Jahr 2025 wurden rund 1.700 Wildsträucher und 700 Laubbäume sowie über 20.000 Aufforstungspflanzen produziert. Die Käuferinnen und Käufer sind vorwiegend öffentliche Institutionen und private Betriebe, aber auch Privatpersonen.


Bei der Anschaffung neuer Maschinen wird großer Wert auf eine umfassende Einschulung gelegt.
Bei der Anschaffung neuer Maschinen wird großer Wert auf eine umfassende Einschulung gelegt.

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